Zeit: Arbeit und Leben

28. August 2008

Die Bäume beugen sich

im scharfen Wind

Sie raunen freundlich:

Komm in’s Land!

Den Mähnen von Steppenpferden ähnlich

bewegen sich ihre Äste.

Halte Maß und betrachte sie in der Ruhe!

Der Mensch braucht Muße

um in die Sphäre der lebendigen Natur zu gelangen.

Dort erwächst ihm neue Lust

auf tätiges Streben.

Die hemmende Schimäre unerledigter Aufgaben:

Sie betäubt den vorwärts drängenden Geist.

Besser, wir organisieren uns Erfolge!

Lasst uns diszipliniert die Stunden

der Arbeit nutzen.

Lasst uns treu zur Natur

diese Zeit nicht überschreiten.

* * *

Das Gedicht verdankt sich einem Erkenntnis- und Reifeprozess im Zuge der Berufsausübung. In Sachsen scheint es vielerorten üblich zu sein, unbezahlte Überstunden zu leisten. Dem muss der Angestellte von sich aus etwas entgegen setzen.
Konzentrations- und Leistungseinbußen, die mit einer Ausdehnung der Arbeitszeit einher gehen, begünstigen weitere Einbußen gleicher Art. Die Abwärtsspirale muss durch einen disziplinierten Arbeitsstil und Einhaltung der Arbeitszeit durchbrochen werden. In der Freizeit muss eine tatsächliche Widerherstellung der Kräfte angestrebt werden, damit die mögliche Leistung während der Arbeitszeit zur bewältigung noch der unliebsamsten und schwierigsten Tätigkeiten aufgebracht werden kann.

Die disziplinierte Arbeitszeitnutzung geht also Hand in Hand mit einer klugen Freizeitgestaltung (Arbeits- und Freizeit in Balance).

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