Paarbeziehung (Lyrik)
13. Dezember 2006
Ein Wort das schwer
Über die Lippen geht:
Das derbe Wort Weib
Es fühlt sich schlimmer an
Als die Worte
Pfannkuchen, Backblech, Pumpernickel
Zusammengenommen
Es beschreibt ein Wesen
Wie es vor 200 Jahren
Über die Erde gegangen sein mag
Wie sieht es aus,
Das Weib?
Rund und stämmig,
Die Haut weiß mit roten Flecken, erhitzt von der Arbeit.
Es ist erfüllt von der Pflicht:
Die Kinder, der Haushalt, die Einkäufe, die Küche, das Mehl, die Plätzchen, die Einkäufe…
Spiegel trotzigen Unmuts:
»Weib«
Begann sie der Gatte
Eines Tages zu rufen
Was sie ihm mit »mein Herr« vergalt.
Getriebene zu jeder Zeit
Schwer zu sagen,
Ob von innen oder von außen.
Wer hatte Schuld an den Mühen?
Fügten sich beide
Waren das alte Weib
Und der alte Herr
Am Ende eine ruhige Insel.
Innere und äußere Natur
5. November 2006
Was geschah damals mit den
Wilden Leoparden in den ersten Zoos?
Dasselbe wie dem Dichter
Im Menschenpark?
Wir werden neu
Müssen es
Um uns fortzupflanzen
Doch wohin?
Wonach streben wir
Zu besseren Ideen
Im Fernsehen Werbung für den Freitod
Springen sie jetzt, zahlen sie später
Eine geniale Geschäftsidee
Tätowiert sie mir auf jedes Körperteil
(haben wir uns eigentlich schon mal
gedanken darüber gemacht
was wäre, wenn die maschine
die die problemlösungen produziert
eines tages mehr ausspuckte
als überhaupt an problemen da ist)
Wo wird das neue Land gebohren
Schwitzt seine Keimzelle
Unbemerkt von allen
Die es gut meinen
Und
Ist es die Naturgewalt
Im Kopf?